Nordwind plus

Nordwind plus
Begleitung und Professionalisierung von Bewohner/inneninitiativen

Zielgruppe

Kontaktdaten

Lebenshilfe Hildesheim e.V., Gemeinwesenarbeit NMW
Stadtteilbüro 5° Nord, Hochkamp 25
31137 Hildesheim
Telefonnummer: 
05121 28 16 311
Projektbeschreibung

Bei einer Bewohner/innen-Versammlung in der Hildesheimer Nordstadt, die von dem Stadtteilbüro Nordstadt.Mehr.Wert organisiert wurde, tauschten sich die Teilnehmenden darüber aus, welche Themen sie in ihrem Stadtteil bewegen: Was schätzen sie in der Nordstadt? Wo gibt es Probleme? Was sind Herausforderungen? Was können wir tun? Um auch nach Versammlung miteinander in Kontakt zu bleiben und sich für die gemeinsamen Interessen einzusetzen/an Poblemen zu arbeiten, haben sich 4 Projektgruppen gegründet:
Die Projektgruppe "Sicherheit und Kriminalitätsprävention" reagiert auf das zunehmende Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung, indem sie Angebote wie Sicherheitstrainings unterstützt und sich für weitere sicherheitsfördernde Maßnahmen einsetzt.
Die Projektgruppe "Sauberkeit und Graffitientfernung" thematisiert das hohe Müllaufkommen auf den Straßen in der Nordstadt und sucht nach Möglichkeiten, dieses zu reduzieren.
Mit der Frage, wie die Lebensqualität im Stadtteil erhöht werden kann, setzt sich eine weitere Gruppe auseinander. Sie sucht beispielsweise nach Ansätzen, durch die das Verkehrsaufkommen im Stadtteil reduziert werden kann.
Durch das Engagement der vierten Projektgruppe wurde ein Stammtisch für die Nordstadt ins Leben gerufen. Alle zwei Wochen kommen Menschen zusammen, um einen geselligen Abend zu verbringen und gemeinsam zu überlegen, wie man den Stadtteil verschönern, Freizeit dort gestalten, etc. kann.
Es gibt in den Gruppen also nicht nur viele Ideen, sondern bereits konkrete Ansätze, wie die Nordstadt gemeinsam gestaltet werden kann.

Eine Besonderheit der Hildesheimer Nordstadt besteht darin, dass eine große Zahl an sehr verschiedenen religiösen bzw. Werte-Gemeinschaften hier ihren Sitz hat. Die große Unterschiedlichkeit der Bevölkerung bildet sich darin in besonderer Weise ab. Zugleich leben in der Nordstadt überdurchschnittlich viele Menschen von Transferleistungen, sind demnach nicht in der Lage aus eigenen Kräften für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Weiterhin leben hier zunehmend viele Menschen mit Behinderungen, die im Zusammenhang der sog. Konversionsprozesse der Einrichtungen der Lebenshilfe und der Diakonie Himmelsthür in eine zu fördernde inklusive Gesellschaft zu integrieren sind. Der Anteil an Menschen mit ausländischer Staatsangeörigkeit ist in der Nordstadt höher als in anderen Stadtteilen.
Wichtig isr dabei die Perspektive einer positiven, die Chancen sehenden Betrachtungsweise dieser Vielfalt und Unterschiedlichkeit. Die hohe Zahl der Haushalte Alleinerziehender weist auf eine erhöhte Zahl an Hilfebedürftigen im Bereich der Hilfen zur Erziehung hin. Zugleich gibt es viele Einpersonen-Haushalte, worin ein möglicher Grund für die zunehmende Anonymisierung liegen könnte. Die Familien, die in der Nordstadt wohnen, sind größer als in anderen Stadtteilen. Dazu passt die deutlich höhere Frauenerwerbslosigkeit, die zugleich die Zahl der Familien in prekären Lebenslagen höher erscheinen lässt. In der Nordstadt, insbesondere der südlichen Nordstadt, gibt es die günstigsten Wohnungen des gesamten Stadtgebiets, zugleich ist eine entsprechend höhere Fluktuation zu verzeichnen. Außerdem befindet sich hier die städtische Unterkunft für Flüchtlinge, sowie die meisten der dezentral angemieteten Wohnungen zur Unterbringung von Flüchtlingen, sowie eine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Niedersachsen.

Professionalisierung von Bewohner/innengruppen

Gründung von 3 Bewohner/innengruppen

Im Anschluss an die Bewohner/innenversammlung, bei der Bewohner/innen die Möglichkeit erhalten, sich in Gruppen zu organisieren, werden die entstandenen Gruppen weiter begleitet und unterstützt

Zielformulierung und Festlegung von Erfolgskriterien in den Bewohner/innengruppen

Professionelle Begleitung in Hinblick auf organisations- und praxisberatende Anteile, um die Gruppen und deren eigenen Zielfindungsprozess zu unterstützen

Formulierung von Meilensteinen für den Weg der Zielerreichung

Wichtige Punkte/Schritte ("Meilensteine") auf dem Weg zur Erreichung der festgelegten Ziele werden besprochen und als Teilziele festgehalten
Name des Projektgebietes: 
Hildesheim Nordstadt
Stadttyp: 
Großstadt (über 100.000 Einwohner)
Einwohnerzahl des Projektgebietes: 
10500
Das Projektgebiet liegt im Programmgebiet „Soziale Stadt“: 
nein
Zeitraum (aufgenommen / beendet): 
15.03.2016
Quelle / Anmerkungen: 
Amt für Statistik, Stadt Hildesheim
Abgrenzung des Projektgebietes: 
Nordstadt
Projektgebiet geprägt durch: 
Hohe Einwohnerdichte, Erhöhter Modernisierungsbedarf bei Wohngebäuden, Anonyme Frei- und Grünflächen mit Defiziten in der Aufenthaltsqualität, Fehlende Infrastruktur (Soziales, Kultur, Bildung, Sport, Freizeit und Verkehr), Fehlende Sicherheit im öffentlichen Raum, Ein schlechtes Gebietsimage, Starke und übermäßig schnelle Veränderung der Bewohnerstruktur, Vermehrten Zuzug von Flüchtlingen
Merkmale des Projektgebietes: 

Anteil Kinder (bis 14 Jahre)

Anmerkung: 
Stand 2015

Jugendliche/junge Erwachsene (bis 26 Jahre)

Anmerkung: 
15-unter 25 Jahre, Stand 2015

Anteil der älteren Bewohner/innen (ab 60 Jahre)

Anmerkung: 
ab 65, Stand 2015

Ausländische Bewohner/innen

Anmerkung: 
Stand 2015

Arbeitslose Menschen (gesamt)

Anmerkung: 
Stand 2014

Menschen mit Zuwanderungsgeschichte

Anmerkung: 
Stand 2015
Stellungnahme Kommune / Landkreis: 
Voruntersuchung Soziale Stadt/Gebietsabgrenzung: 
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