Nachbarschaftsgarten Charlottenstraße

Nachbarschaftsgarten Charlottenstraße
Ein interkultureller Garten für Linden-Süd

Zielgruppe

Kontaktdaten

Quartiersmanagement Linden-Süd der GBH
Deisterstraße 66
30449 Hannover
Projektbeschreibung

Die Idee für einen Stadtteilgarten entstand im Stadtteilforum Linden-Süd, einer Vernetzungsrunde von BürgerInnen, und VertreterInnen von Einrichtungen, Initiativen und Vereinen des Stadtteils. Auch an der nahe gelegenen Grundschule „Egestorffschule“ hatte eine Schulbetreuerin Interesse daran mit Schülern einer Nachmittags-AG einen Schulgarten zu betreiben.
Zudem gab es im Stadtteil ein Grundstück, das häufig Anlass für Beschwerden der AnwohnerInnen war. Eine ca. 500qm große Brachfläche, die jahrelang nicht gepflegt und von Bäumen, Sträuchern und Rankpflanzen überwuchert wurde. Mit Hilfe des Quartiersmanagements Linden-Süd konnte diese Fläche für den Stadtteilgarten gewonnen und mit zahlreichen tatkräftigen Unterstützern zu einem Garten umgestaltet werden.

Im November 2008 begannen Schüler einer Berufsbildenden Schule gemeinsam mit den Landschaftsgärtnern des Projektes „Grüne Brücke“ des MSV e.V. mit den Vorbereitungsarbeiten. Im Rahmen dieses Qualifizierungsprojektes säuberten und rodeten die Schüler unter fachlicher Anleitung das Gelände, erneuerten den Zaun, trugen Mutterboden auf und legten Beete, Rasenflächen und Wege an.
Im Zuge des Jugend- und Kinderkultursommers Linden-Süd, einem Gemeinschaftsprojekt der Kinder- und Jugendeinrichtungen im Stadtteil, bekam der Garten ein repräsentatives Eingangstor mit 2 Torpfosten, die von Schülerinnen mit bunten Fliesenmosaiken kreativ gestaltet wurden.

Seit dem Frühsommer 2009 wird im Schul- und Nachbarschaftsgarten Linden-Süd gegärtnert. Die Anzahl der NutzerInnen ist von anfänglich 9 auf derzeit 18 angestiegen, größtenteils Frauen aus der Türkei, aber auch aus Deutschland, Russland und dem Irak.
Der Garten ist ein Gewinn für den ganzen Stadtteil. So freuen sich die AnwohnerInnen über die gepflegte Fläche vor ihren Häusern und die NutzerInnen über die Möglichkeit vertraute oder neue Gemüsesorten in ihren Kleinstgärten anbauen zu können.

Die Fläche, auf dem sich der Garten heute befindet, war eine Brachfläche, die jahrelang nicht gepflegt und von Bäumen, Sträuchern und Rankpflanzen überwuchert wurde. Besonders auffällig waren die Hainbuchen am Fußweg, die sich von einer Hecke zu großen Bäumen entwickelt hatten und eine extreme Verschattung der angrenzenden Wohnungen verursachten. Der Zaun war stellenweise zerstört und die Fläche zu einem Müllabladeplatz verkommen. AnwohnerInnen beschwerten sich regelmäßig über Sperrmüll, Abfälle und in der Folge auch über Ratten.

Eigentümer der Fläche ist eine Garageneigentümergemeinschaft, die mit dem Erwerb der Garagen diese Fläche mit übernahm, ohne eine Verwendung dafür zu haben. Die Kosten für die Pflege des ca. 500 qm großen Grundstückes überstiegen das Budget einer Garagenanlage. Die Einrichtung eines Nachbarschaftsgartens ist somit ein Gewinn für alle.

Wohnortnahes Gärtnern

Kommunikationsraum schaffen

Verschönerung des Wohnumfeldes

Name des Projektgebietes: 
Hannover Linden-Süd
Stadttyp: 
Großstadt (über 100.000 Einwohner)
Einwohnerzahl des Projektgebietes: 
10097
Das Projektgebiet liegt im Programmgebiet „Soziale Stadt“: 
nein
Quelle / Anmerkungen: 
www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Politik/Politische-Gremien/Landeshauptstadt-Hannover/Bezirksr%C3%A4te/Stadtbezirk-10-Linden-Limmer
Projektgebiet geprägt durch: 
Hohe Einwohnerdichte, Anonyme Frei- und Grünflächen mit Defiziten in der Aufenthaltsqualität, Vernachlässigte Spielanlagen, Sportplätze, Kleingartenkolonien, Erhöhte Emissionsbelastung, Fehlen von Einrichtungen mit Treffpunkt-Charakter, Ein schlechtes Gebietsimage, Fehlende Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote
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