Diepholz 21 - Hilfe zur Selbsthilfe durch Stadtteilarbeit im Bereich Moorstraße in

Diepholz 21 - Hilfe zur Selbsthilfe durch Stadtteilarbeit im Bereich Moorstraße in
"Boxprojekt zur Gewaltprävention"

Kontaktdaten

Agenda 21 - Förderverein in Diepholz e.V.
Rathausmarkt 2
49356 Diepholz
Telefonnummer: 
05441/927505
Faxnummer: 
05441/927506
Emailadresse: 
Projektbeschreibung

Es geht darum, Jugendliche mit und ohne Gewalterfahrungen durch niederschwelliges Boxtraining Gelegenheit zum Erlernen von Sozialverhalten und fairem Miteinander zu geben. Es werden durch das Boxen ganz konkrete Konfliktlösungsstrategien und Möglichkeiten zur Verarbeitung von traumatischen Erfahrungen gelehrt. Ein besonders in der Jugend- und Migrationsarbeit geschulter Boxtrainer steht zur Verfügung. Er ist beim Agenda 21 - Förderverein e.V. in Diepholz angestellt. Die Jugendlichen bekommen auch Raum und Zeit für Gespräche. Es gibt inzwischen auch eine getrennte Mädchenboxgruppe, die zusammen mit René Menzel von einer jungen Frau aus der Nachbarschaft begleitet werden. Hier muß auf kulturelle Eigenheiten Rücksicht genommen, aber auch Vorurteile abgebaut werden.
In zufällig entstehenden Gesprächen werden vorsichtig Selbsthilfemöglichkeiten im Kontext der unterschiedlichen kulturellen Hintergründe ausgelotet und beratend begleitet. Gleichzeitig werden gezielt Kontaktmöglichkeiten zu anderen Institutionen aufgezeigt.

Das Projekt wird in einem Sanierungsgebiet durchgeführt, das einen sozialen Brennpunkt in Diepholz darstellt.
Der Anteil Bewohnern mit Migrationshintergrund liegt bei etwa 30%. In Teilgruppen liegt der Anteil mit - 38% der Frauen - 48% der Jugendlichen (14-25 Jahre) auch noch deutlich darüber – in der Grundschule liegt der Anteil der Kinder, deren Herkunftssprache nicht deutsch ist, bei 73%.
Zum Zeitpunkt der Vorbereitenden Untersuchungen erhielt gut ein Viertel der Bewohner Sozialhilfe – dies war viermal so viel wie im städtischen Mittel, das 2004 bei 6% lag; 2009 leben 37,5% der Bevölkerung des Gebietes in einer Bedarfsgemeinschaft, die ALG II bezieht. Von den Kindern und Jugendlichen im Gebiet lebt über die Hälfte (56%) in einer Bedarfsgemeinschaft.
Aktuell stellt die Zuwanderung von Menschen, insbesondere auch von Kindern und Jugendlichen, aus internationalen Krisengebieten die Akteure vor neue Herausforderungen. Ein Hauptproblem stellt hierbei die Sprachbarriere dar.

Gewaltreduktion

Das Erreichen eines friedlichen Miteinanders von zum Teil traumatisierten Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen

Niederschwelliges Boxtraining, wodurch friedliche Konfliktlösungsstrategien erlernt werden. Die Niederschwelligkeit besteht darin, daß jeder im Rahmen eines bestimmten Zeitfensters kommen darf, wann er/sie will und nicht zur Wettkampfreife, sondern lediglich zum fairen Miteinander und zum fairen Austragen von Problemen trainiert wird. Durch das Boxen können einerseits Aggressionen abgebaut, andererseits fair und friedlich miteinander gekämpft werden. Es wird respektvolles Miteinander gelehrt und gelernt.

Integration durch Stärkung der Selbsthilfekräfte

Integration durch das Eintreten in Vereine - wie z.B. Sportverein

Regeln und feste Zeiten einhalten

Niederschwelliges Boxtraining und dabei langsames Heranführen an friedliche Konfliktlösungsstrategien im Rahmen von bestimmten Regeln. Boxen als Möglichkeit, Aggressionen abzubauen.

Wie funktioniert ein deutscher Verein, z.B. Sportverein. Was muß ich tun, um dort dazu zu gehören und aufgenommen zu werden.

Gemeinsamer Besuch eines Vereins Bekanntmachen mit anderen Jugendlichen, die auch in dem Verein sind.

Wie und wo finde ich Hilfe, wenn ich Probleme jedweder Art habe

Das zufällige Führen von Gesprächen und dabei Beratung und Information und Motivation, selbst aktiv zu werden.
Name des Projektgebietes: 
Moorstraße
Stadttyp: 
Kleinstadt (5.000 - 20.000 Einwohner)
Einwohnerzahl des Projektgebietes: 
1600
Das Projektgebiet liegt im Programmgebiet „Soziale Stadt“: 
ja
Zeitraum (aufgenommen / beendet): 
01.09.2011 bis 31.08.2016
Abgrenzung des Projektgebietes: 
Sanierungsgebiet "Moorstraße"
Projektgebiet geprägt durch: 
Hohe Einwohnerdichte, Wenig attraktives Wohnumfeld, Ein schlechtes Gebietsimage, Vermehrten Zuzug von Flüchtlingen, Zunahme von Transferleistung
Merkmale des Projektgebietes: 

Anteil Kinder (bis 14 Jahre)

Jugendliche/junge Erwachsene (bis 26 Jahre)

Anteil der älteren Bewohner/innen (ab 60 Jahre)

Arbeitslose Menschen (gesamt)

Davon arbeitslose junge Menschen

Alleinerziehende

Ausländische Bewohner/innen

Menschen mit Zuwanderungsgeschichte

Menschen die Transferleistungen beziehen (gesamt)

Davon Kinder die Transferleistungen beziehen

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