Sozialräumliche Prävention in Netzwerken (SPIN):
Implementierung des Programms "Communities That Care (CTC)" in Niedersachsen

Scherenschnitt Im Rahmen des Projektes "SPIN - Sozialräumliche Prävention in Netzwerken" adaptiert die LAG Soziale Brennpunkte Nds. e.V. in Kooperation mit dem Landespräventionsrat Niedersachsen das Steuerungsinstrument für die Präventionsarbeit "Communities That Care - CTC" und setzt dies erstmals in Niedersachsen modellhaft ein.

Das in den USA entwickelte Programm hat die sozialräumliche Steuerung der Prävention von jugendlichem Problemverhalten in den Bereichen Gewalt, Kriminalität, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Schulabbruch und frühe Schwangerschaften zum Gegenstand. CTC geht von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Wirkung und das Zusammenspiel verschiedener Risiko- und Schutzfaktoren in den vier Bereichen Familie, Schule, Wohnumfeld, sowie den Peer-Groups der Jugendlichen aus.

Zu den im Rahmen von CTC verwendeten Instrumenten gehören:
  • eine Schüleruntersuchung, mit der die bestehenden Risiko- und Schutzfaktoren für jugendliches Verhalten in einem bestimmten Gebiet präzise gemessen werden können
  • eine für kommunale Leitungskräfte und die Umsetzer vor Ort entwickelte Trainings- und Schulungsreihe, um diese in die Lage zu versetzen, auf der Basis der vorhandenen Daten ein gemeinsames Handlungskonzept zu entwickeln
  • eine Zusammenstellung von verfügbaren, auf ihre Wirksamkeit geprüften, bzw. viel versprechenden Präventionsmaßnahmen und -programmen. Diese werden im Rahmen von CTC so dargestellt, dass erkennbar ist, welche Risikofaktoren sie effektiv mindern und welche Schutzfaktoren sie stärken können.
CTC beinhaltet eine Langzeitstrategie, um die lokalen Aktivitäten im Bereich der Prävention verstärkt
  • auf den tatsächlichen Bedarf zu lenken (Analyse mittels Schülersurvey)
  • aufeinander abzustimmen (Entwicklung Sozialraumprofil und lokaler Aktionspläne)
  • in der Qualität der Maßnahmen zu verbessern (Verwendung geprüfter Präventionsprogramme im Rahmen der Aktionspläne)
In der Projektlaufzeit von SPIN von 2009 - 2011 wird CTC in drei Modellstandorten in Niedersachsen erprobt.

Partnerschaften:

  • Landespräventionsrat Niedersachsen
  • Fachhochschule Köln - Fakultät für angewandte Sozialwissenschaft (Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation)
  • arpos Institut Sozialwissenschaften für die Praxis, Hannover (Schülersurvey)
  • Nederlands Jeugd Instituut (NJI), Utrecht, NL (Beratung und Unterstützung)

Lenkungskreis auf Landesebene:

  • Landespräventionsrat Niedersachsen
  • LAG Soziale Brennpunkte Nds. e.V.
  • Niedersächsisches Justizministerium
  • Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit
  • Niedersächsisches Kultusministerium
  • Niedersächsisches Ministerium für Inneres, Sport und Integration

Finanzierung

SPIN wird finanziert durch Mittel des Niedersächsischen Ministeriums für Justiz und des Nds. Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit; der Europäischen Union (Rahmenpartnerschaft Kriminalprävention und Kriminalitätsbekämpfung), sowie der Klosterkammer Hannover.

Pfeil externer Linkwww.spin-niedersachsen.de

PDF-Logo Was ist Communities That Care – CTC? (283 KB)