Wichtige Begriffe

Hier finden Sie eine kurze Definition von grundliegenden Begriffen für unsere Arbeit:
Gemeinwesen

Als Gemeinwesen werden in der allgemeinen Begriffsverwendung alle Organisationsformen des menschlichen Zusammenlebens bezeichnet, die über den Familienverband hinausgehen. Der Begriff geht auf Marcus Tullius Cicero zurück, der das politische Gemeinwesen als De re publica definierte. Laut Ferdinand Tönnies ist Gemeinwesen die „Bezeichnung für jenen Typus der (Volks-)Gemeinschaft, in dem sich auf der Grundlage einer Vielzahl von gegeneinander abgrenzbaren Bedürfnissen, Fähigkeiten, Kenntnissen, Arbeitsbereichen usw. ein soziales Gefüge herausgebildet hat, in dem aufgrund überkommener Sitte und gesetzten Rechts die Angehörigen der Volksgemeinschaft jeweils bestimmten Ämtern und Ständen mit vorgegebeben Rechten, Pflichten und Funktionen zugeordnet sind. (Quelle Wikipedia)

 

Gemeinwesenarbeit

Gemeinwesenarbeit (GWA) ist neben sozialer Gruppenarbeit und Einzelfallhilfe eine der grundlegenden Arbeitsformen der Sozialen Arbeit. Sie befasst sich in Städten und Gemeinden mit sozialer Intervention und ist – im Gegensatz z. B. zu Bürgerinitiativen und ehrenamtlichem Engagement – eine Tätigkeit von professionellen, dafür bezahlten Fachkräften. Als historische Ausgangspunkte der heutigen Gemeinwesenarbeit gelten die von Samuel Barnett im späten 19. Jahrhundert gegründete Toynbee Hall in London und das von Jane Addams initiierte Hull House (ein Nachbarschaftszentrum in Chicago). Grundgedanke dieser Einrichtungen war, dass die Ursachen von Armut und sozialer Ungerechtigkeit nur gemeinsam mit den Betroffenen bekämpft werden können,.  (Quelle: Wikipedia)

 

Selbsthilfe-Richtlinie

Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Selbsthilfe-Gruppen und Trägern von Initiativen zur Aktivierung der Selbsthilfe in sozialen Brennpunkten.

 

Soziale Brennpunkte

„Soziale Brennpunkte“ sind Wohngebiete, in denen Faktoren, die die Lebensbedingungen ihrer Bewohner/innen und insbesondere die Entwicklungschancen beziehungsweise Sozialisationsbedingungen von Kindern und Jugendlichen negativ bestimmen, gehäuft auftreten (Definition des Deutschen Städtetages 1979 ).

„Soziale Brennpunkte“ sind dabei nicht in erster Linie als Problem zu sehen, vielmehr erbringen diese Gebiete mit ihrer hohen Armutsquote, hohen Arbeitslosigkeit, und besonders vielen Zuwanderer/innen, eine enorme Integrationsleistung für die Gesamtgesellchaft und brauchen dafür dauerhafte Ressourcen und Strukturen.

 

Soziale Stadtentwicklung

Stadtentwicklung als Gesamtentwicklung

Der Begriff Stadtentwicklung wird hier – im Gegensatz zu einer zufällig verlaufenden Entwicklung – als aktiver Planungs- und Veränderungsprozess verstanden. Im Unterschied zum Städtebau, der sich stärker auf die baulich-räumliche Entwicklung von Teilbereichen bezieht, geht es bei der Stadtentwicklung im Sinne einer Stadtentwicklungsplanung um die Steuerung der Gesamtentwicklung der Stadt, die auch die gesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle und ökologische Entwicklung beinhaltet.

Stadtentwicklung verlangt somit eine interdisziplinäre, integrierte und zukunftsgerichtete Herangehensweise. Die Stadtentwicklung steht durch gesellschaftliche Tendenzen wie z. B. dem demographischen Wandel, die Globalisierung, der Verankerung der Nachhaltigkeit auf der lokalen Ebene (Lokale Agenda/Lokale Nachhaltigkeitsstrategie) sowie durch neue Beteiligungskultur (Bürgerbeteiligung) vor neuen Herausforderungen. Aktuelle Themen der Stadtentwicklung sind z. B. die Integration bestimmter Bevölkerungsgruppen, Stadtumbau Ost und West, Quartiersmanagement oder die Gestaltung menschengerechter Städte.  (Quelle Wikipedia)

 

Sozialraumorientierung

Sozialraumorientierung ist die Bezeichnung für eine konzeptionelle Ausrichtung Sozialer Arbeit, bei der es nicht (wie traditionell) darum geht, Einzelpersonen mit pädagogischen Maßnahmen zu verändern, sondern Lebenswelten so zu gestalten und Verhältnisse zu schaffen, die es Menschen ermöglichen, besser in schwierigen Lebenslagen zurechtzukommen.[1] Im behördlichen Sinne meint Sozialraumorientierung eine von Verwaltung und Politik definierte Raumeinteilung in Stadtteile oder Regionen, die häufig mit der Implementierung von Sozialraumbudgets verbunden wird..(Quelle: Wikipedia)

 

Vernetzung

Vernetzung und Kooperation gelingen insbesondere dann, wenn die Fachkräfte aus den unterschiedlichen Disziplinen und Berufsfeldern eine einheitliche Sprache sprechen.