Ausgangslage / Problem: 

Alle Teilnehmer wohnen im Stadtteil Sahlkamp, dem Sanierungsgebiet des Förderprogramms `Soziale Stadt´. Sie leben in 4-Zimmer- Hochhauswohnungen im Rahmen von Großfamilienstrukturen. Viele Familien haben 4 bis 8 Kinder. Fast alle Familien beziehen Leistungen nach dem SGB II. Der Großteil der Familien aus dem Einzugsgebiet hat einen Migrationshintergrund. Eine große Anzahl von Eltern hat wenig oder keine Schulbildung. Ihre Deutschkenntnisse sind sehr gering. Häufig bestehen Vorbehalte und Berührungsängste gegenüber staatlichen Institutionen und Behörden.
Im unmittelbaren Wohnumfeld des NaDu – Kinderhauses ist eine „Verhaltenskultur“ zu beobachten, die bereits bei Kindern im Alter von 6-12 Jahren ein Werte- und Normensystem zeigt, das mit harten Worten, Beleidigungen, Beschimpfungen und gewalttätigen körperlichen Übergriffen arbeitet und deviantes Verhalten verstärkt, um Formen der Alltagsbewältigung zu organisieren.
Anerkennung wird über Statussymbole und „mutiges“ Verhalten erlangt. „Tolle“ Kleidung und Statussymbole wie Handy und MP3 Player (z.T. durch Diebstahl „besorgt“), das Zerstören von Gegenständen und Sachwerten unter Beifall von Gruppenmitgliedern und im Beisein anderer Kinder (z.B. anzünden von Papiermüllcontainern, zerschlagen von Straßenbeleuchtung mit Steinen, ausreißen und zertrampeln von Pflanzen in den Grünanlagen) sowie körperlicher und verbaler Machtdemonstration sind Auswirkungen dieser Grundhaltung.

Projektanschrift: 
NaDu-Kinderhaus/SPATS e.V.
Ausgangslage / Problem: 

Im Stadtteil Linden-Süd kursierten zahlreiche negative Gerüchte um die Grundschule Egestorff.
Um diesen Gerüchten entgegenzuwirken, starteten engagierte Eltern mit Unterstützung durch das Quartiersmanagement Linden-Süd der GBH einen Eltern-LehrerInnen-Dialog.

Projektanschrift: 
Quartiersmanagement Linden-Süd der GBH
Untertitel / Slogan: 
Eine Vernetzungsrunde der Kinder- und Jugendeinrichtungen des Stadtteils
Ausgangslage / Problem: 

Die Kinder und Jugend AG Linden-Süd wurde 2000 gegründet, um die verschiedenen Kinder und Jugendorganisationen im Stadtteil zu vernetzen und einen regelmäßigen Informationsaustausch zu ermöglichen. Gleichzeitig gibt sie interessierten Bürgern dieses Stadtteils die Möglichkeit, im Rahmen der KiJu AG Linden-Süd mitzuarbeiten, und sich über die Kinder und Jugendarbeit zu informieren. Über wichtige Informationen und Ergebnisse der Arbeit der KiJu AG Linden-Süd wird regelmäßig im Stadtteilforum berichtet, bzw. Anregungen des Stadtteilforums für den Kinder u. Jugendbereich auf die Tagesordnung der KiJu AG Linden-Süd aufgenommen.
Es besteht auch die Möglichkeit bei gemeinsamen Entwicklungsnotwendigkeiten oder Problemlagen per Stellungnahmen (an Politik und/oder Verwaltung) auf die Situation hinzuweisen und Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Projektanschrift: 
Quartiersmanagement Linden-Süd der GBH
Untertitel / Slogan: 
Ein Praxisprojekt in Kooperation mit der Sabine-Blindow-Schule
Ausgangslage / Problem: 

Das Fest "Lust auf Linden-Süd" soll für alle BewohnerInnen des Stadtteils gleichermaßen sein. Es zeigte sich, dass 2012 nur wenige SeniorInnen das Fest besuchten, trotz eines in der Nähe gelegenen Seniorenheims.

Projektanschrift: 
Quartiersmanagement Linden-Süd der GBH
Untertitel / Slogan: 
Verortung, Inventur der Infrastruktur sowie Bewertung der Qualität des Wohnumfeldes
Ausgangslage / Problem: 

Das Quartiersmanagement Linden-Süd arbeitet eng mit verschiedenen Interessensgruppen zusammen um gemeinsam den Stadtteil bedarfsgrecht zu entwickeln. Im Laufe der Jahre wurde deutlich, dass die SeniorInnen des Stadtteils nicht aus eigenem Antrieb das Quartiersmanagement aufsuchen und selten in der Öffentlichkeit Erscheinung treten. Da laut der Strukturdaten der Landeshauptstadt Hannover etwa 16% der StadtteilbewohnerInnen über 60 Jahre alt sind (Strukturdaten der LHH 2016) und durch den demographischen Wandel ein Anstieg zu erwarten ist, hat sich das Quartiersmanagement dazu entschlossen eine Studie über die "Senioren von Linden-Süd" in Auftrag zu geben. Es sollte ermittelt werden wie leben Senioren im Stadtteil, wo leben sie, welche Infrastruktur nutzen sie und wofür interessieren sie sich.
Mit der Studie konnte ein erster Kontakt hergestellt und zukünftige Handlungsfelder ermittelt werden.

Projektanschrift: 
Quartiersmanagement Linden-Süd der GBH
Untertitel / Slogan: 
Pädagogisches Beschäftigungsprojekt zum Thema Sauberkeit im Stadtteil
Ausgangslage / Problem: 

Die Vermüllung der öffentlichen Räume und Plätze in Linden-Süd ist ein stetiges Ärgernis. Aus Unkenntnis oder schierer Gleichgültigkeit entsorgen viele Personen ihren Müll vom kleinen Papierschnipsel bis zum Sperrmüllsofa auf öffentlichen und privaten Flächen. Zudem kann vielerorts festgestellt werden, dass Tonnengrößen und Haushalte bisweilen ebenso wenig aufeinander abgestimmt sind wie die Informationskanäle der bestehenden Entsorgungsmöglichkeiten zu den Bewohnerinnen des Stadtteils.
Bei Beteiligungsrunden vor Ort wird ziemlich schnell das Thema der Sauberkeit angesprochen. Durch das pädagogische Beschäftigungsprojekt "Pico-Bello" versucht der Stadtteil Linden-Süd dieser Sisyphus-Aufgabe Herr zu werden und setzt dabei innovative neue Schwerpunkte und Herangehensweisen.

Projektanschrift: 
Pico Bello - Miteinander für ein schöneres Viertel e.V.
Untertitel / Slogan: 
Ein (Vor-)Ferienprogramm mit zahlreichen Aktionen für Kinder und Jugendliche
Ausgangslage / Problem: 

Linden-Süd ist ein kinderreicher Stadtteil. Fast die Hälfte der Kinder hat nichtdeutsche Wurzeln, und überdurchschnittlich viele Familien sind auf Transferleistungen angewiesen. Die Kombination von Einkommensarmut und geringem Bildungsstand ist die Hauptursache für die vergleichsweise schlechten Entwicklungschancen vieler Kinder dieses Stadtteils. Förderung und Anerkennung sind wichtige Bausteine in der Entwicklung junger Menschen. Auch Anregungen aus dem Elternhaus zur Teilnahme an freizeitorientierten Angeboten gehören dazu. Stattdessen verbringen Kinder aus Familien, die zu Hause wenig Abwechslung vom Alltag in Schule, Elternhaus etc. bieten, ihre Freizeit häufig äußerst erlebnisarm. Die Fluchtpunkte Fernsehen und andere konsumorientierte „Zeittotschläger“ tragen zur mangelnden Persönlichkeitsentwicklung bei.
Die zahlreichen Sommer-Angebote der Stadt Hannover und anderer Träger zur aktiven Freizeitgestaltung werden außerhalb des gewohnten Aktionsradius im Stadtteil wenig wahrgenommen. Fahrkarten und - wenn auch geringe - Teilnahmegebühren für diese Veranstaltungen sind für die Kinder des Stadtteils oft unbezahlbar, ebenso der Urlaub in der Ferne. An dieser Stelle setzte die Idee zu einer kompakten wohnortnahen Angebotsreihe an.

Die AG Kinder und Jugend des Stadtteilforums Linden- Süd begann im Sommer 2008 mit der Planung eines vierwöchigen Jugend- und Kinderkultursommers 2009, um Eltern und Kindern zu zeigen, wie Freizeit kreativ und lustvoll gestaltet werden kann. Den Kindern dabei Freude am Lernen und Stolz auf ihre Leistungen zu vermitteln, war das Ziel der Initiatoren.
Unter dem Motto „Linden-Süd macht Platz für Kinder“ wurden die Aktionen gezielt im öffentlichen Raum angelegt, so wurden Straßen und Plätze zur Bühne für viele der mehr als 40 Programmpunkte. Die Botschaft an die Erwachsenen war: "Kinderreichtum ist auch ein gesellschaftlicher Reichtum."

Projektanschrift: 
Quartiersmanagement Linden-Süd der GBH
Untertitel / Slogan: 
Ein zweiter Garten für Linden-Süd
Ausgangslage / Problem: 

Die Fläche Behnsenstraße West (ursprünglich ein Spielplatz) war immer wieder Thema im Stadtteil. Regelmäßig gingen im Stadtteilforum Beschwerden der AnwohnerInnen ein, bezüglich der Nutzer auf und vor der Fläche (Hundebesitzer und Alkoholkonsumenten). Insbesondere der Lärm und der starke Hundekot- und Uringeruch, der von der Fläche ausging, belastete die Nachbarschaft.
Im Rahmen der Erstellung eines Freiflächenkataloges wurde die Fläche regelmäßig, in einen Zeitraum von über einem Jahr, beobachtet. Die Beschwerden der AnwohnerInnen konnten durch die Beobachtungen bestätigt werden. Zudem wurden während der gesamten Zeit keine Kinder auf der Fläche angetroffen.

Um die Nachbarschaft zu Befrieden und der Nutzung entgegenzuwirken, wurde ein Nachbarschaftsgarten auf dieser Fläche aufgebaut.

Projektanschrift: 
FELS e.V.
Untertitel / Slogan: 
Ein interkultureller Garten für Linden-Süd
Ausgangslage / Problem: 

Die Fläche, auf dem sich der Garten heute befindet, war eine Brachfläche, die jahrelang nicht gepflegt und von Bäumen, Sträuchern und Rankpflanzen überwuchert wurde. Besonders auffällig waren die Hainbuchen am Fußweg, die sich von einer Hecke zu großen Bäumen entwickelt hatten und eine extreme Verschattung der angrenzenden Wohnungen verursachten. Der Zaun war stellenweise zerstört und die Fläche zu einem Müllabladeplatz verkommen. AnwohnerInnen beschwerten sich regelmäßig über Sperrmüll, Abfälle und in der Folge auch über Ratten.

Eigentümer der Fläche ist eine Garageneigentümergemeinschaft, die mit dem Erwerb der Garagen diese Fläche mit übernahm, ohne eine Verwendung dafür zu haben. Die Kosten für die Pflege des ca. 500 qm großen Grundstückes überstiegen das Budget einer Garagenanlage. Die Einrichtung eines Nachbarschaftsgartens ist somit ein Gewinn für alle.

Projektanschrift: 
Quartiersmanagement Linden-Süd der GBH
Untertitel / Slogan: 
Eine Untersuchung der Freiflächen im Stadtteil
Ausgangslage / Problem: 

Im Stadtteil Linden-Süd leben derzeit 10.097 Personen (LHH 2016). Der Anteil an Familien mit Kindern entspricht mit 16,4% in etwa dem städtischen Durchschnitt, während mit 15% Familienhaushalte mit drei oder mehr Kindern im Stadtteil überdurchschnittlich oft vertreten sind (LHH = 11,3%). Linden-Süd ist ein junger Stadtteil mit vielen großen Familien.
Entgegen des Bedarfs leben die BewohnerInnen Linden-Süds häufig in beengten Verhältnissen. Vielen BewohnerInnen stehen kleine Wohnflächen zur Verfügung (im Schnitt 36qm/Person) und liegen damit unter dem Durchschnitt mit 42,4qm (LHH 2015). Zudem verfügen nur wenige Personen über einen Zugang zu privaten Grünflächen. Daher haben öffentliche Freiflächen eine besondere Bedeutung im Stadtteil.

Um eine bedarfsgerechte Entwicklung der Freiflächen zu erleichtern, beauftragte das Quartiersmanagement Linden-Süd die Landschafts- und Freiraumplanerin Ria Gerwig einen Freiflächenkatalog zu erstellen. In enger Absprache mit der Stadt Hannover (FB Umwelt & Stadtgrün) liegt nun dieses hilfreiche Nachschlagewerk vor, das den Akteuren vor Ort, aber auch den Entscheidungsträgern in Verwaltung und Politik wichtige Hilfestellung gibt.

Projektanschrift: 
FELS e.V.