Nachtwächter Jan Tuut zeigte uns drei Delmenhorster Stadtteile

03. Januar 2018 / Ria Irion

Und dieses Mal hatten sich die Gastgeber, die Gemeinschaft Hasport, etwas ganz Besonderes einfallen lassen… Am Bahnhof wurden wir mit einem Sonderbus zu einer Stadtrundfahrt mit der Nachtwächterfigur...
Untertitel / Slogan: 
Theatergruppe mit Bewohner/innen aus dem Quatier Rosenplatz
Ausgangslage / Problem: 

Der Alltag (in Deutschland 2016) ist häufig geprägt von kontinuierlicher Anstrengung und Stress. Wir machen Kompromisse z.B. zwischen Familie und Beruf, erfahren Einsamkeit z.B. aufgrund von Geldknappheit, erleben Unsicherheit z.B. durch fehlende „feste“ Verträge und haben dementsprechend Angst vor Krankheit, Berufsunfähigkeit, sozialem Abstieg. Unsere Identität allerdings ist ein Selbstwert und verlangt nach (mehr) Anerkennung. Beim Theaterspielen entwickeln wir szenische Ideen. Wir wagen freie Assoziationen und das Darstellen unseres Lebens sowie die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten der Situationen. Gerade in der gemeinsamen Reflektion nach jeder Szene entdecken und empfinden wir perspektivische Vielfalt, die uns gefällt, wenn auch manchmal verwundert bzw. irritiert: So wird der eintönige Fernsehabend eines Hausbesitzers plötzlich spannend, da ein Außerirdischer sich für eine Wohnung in diesem Haus interessiert. Der Hausbesitzer zeigt dabei eine bisher unbekannte Art von Offenheit und Großzügigkeit, wird also mehrdimensional und komplexer. Einhergehend mit der Wandlung der Bühnenfigur verändert sich die Reaktion des Publikums z.B. hinsichtlich der Toleranz. Einerseits wird das humoristische Verständnis gefördert und ausgebaut, andererseits wird die häufig grassierende Langeweile vor dem TV vor- und ins Groteske überführt. Die beschriebene Szene ist in nur zehn Minuten zwischen zwei einander zugelosten Akteuren entstanden, also eher improvisiert als geplant. Sie vermittelt gleichermaßen Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit, da dem Besuch des Außerirdischen z.B. ein längeres stummes Spiel des Hausbesitzers vorangeht. Dieser mutige Laienschauspieler beweist deutliche Bühnenpräsenz und erfährt durch die Aufmerksamkeit des Publikums seine Wirkung, gleichermaßen die wertvolle und stärkende Anerkennung seiner Identität. Weitere Darstellerinnen und Darsteller probieren z.B. eine Szene mit verschiedenen Endversionen aus. Zuerst steht die materielle Not mit verknüpfter sozialer bzw. kultureller Isolation im Vordergrund, dann, in der zweiten Version wird die Armut durch ein Geschenk, nämlich die fiktive Einladung zu einem Kabarettabend in der Lagerhalle, zumindest kurzfristig überwunden. Wir bewegen uns hier zwischen den gegebenen sozialen Schichten, zwischen Einsamkeit und Gemeinschaft. Unsere Szene zeigt Strukturen und Mechanismen nicht nur der aktuellen Gesellschaft und wir geraten in eine Diskussion über Bewältigungsstrategien, die wir künstlerisch durch vielfaches Ausprobieren lösen. Dabei bleibt die individuelle Basis erhalten, bekommt jedoch zusätzliche Argumente, die geprüft werden müssen und vielleicht zu einer Erweiterung der subjektiven Einstellung führen. Die Mitglieder unserer Theatergruppe erdenken und verfassen ihre Szenen größtenteils selbständig. Um die Bühnentauglichkeit zu gewährleisten, werden sie dramaturgisch getestet. Nach diversen Improvisationen und positiver Kritik werden die Sätze und Stichwörter zu einem Theatertext, so dass ein abrufbarer Ablauf der Szenen garantiert werden kann. Gruppendynamische Prozesse vermischen sich mit diversen Interpretationen von Auftritten und Bildern, ein lebendiger und authentischer Vorgang, den wir im Interesse der Teilnehmenden verstetigen wollen. Dabei betrachten wir unsere offene Theatergruppe einerseits als Energiequelle zur leichteren Bewältigung und Entwicklung des Alltags, andererseits als Projektion und öffentliche Spiegelung von Kunst im Rosenplatzquartier. Damit spiegeln wir eine Realität, die wohl sehr einmalig ist. Gewöhnlich haben "solche" Quartiersbewohner/innen mit Kultur nichts am Hut! Für uns soll es aber normal sein. Es spielen auch Flüchtlinge aus dem Quartier mit! Das verbessert die Integration gleich in mehrfacher Weise.

Projektanschrift: 
Arbeitslosenselbsthilfe e.V.
Untertitel / Slogan: 
Interkulturelle Gemeinwesenarbeit in der Wilhelm-Leuschner-Straße
Ausgangslage / Problem: 

Die Wilhelm-Leuschner-Straße im Stadtteil Borßum ist eine für die 70er Jahre typische Großwohnsiedlung mit 4-8geschossigen Flachdachhäusern. Bei der Siedlung handelt es sich um einen sozialen Brennpunkt. Durch wiederholten Verkauf und die Umwandlung in Eigentumswohnungen ist die Investitionsbereitschaft stark zurückgegangen, mit der Folge, dass bauliche und infrastrukturelle Mängel immer deutlich hervortreten. Die Siedlung verfügt nur über eine zentrale Spielanlage für die Kinder, ansonsten fehlt jegliche soziale Infrastruktur. Wesentliche Kennzeichen der Siedlung sind der extrem hohe Kinder und Jugendanteil und der sehr hohe Ausländeranteil (Hier belegt die Wilhelm-Leuschner-Straße unter den 40 Sozialräumen, die als statistische Gebiete abgegrenzt wurden, die Rangplätze 1 und 2). Außerdem ist der Anteil, der hier lebenden Flüchtlinge extrem hoch. Die Grundschule, ein Kindergarten und das Jugendzentrum für den Stadtteil befinden sich noch gerade in fußläufiger Entfernung. Andere Treffpunkte oder Angebote sind aufgrund der Entfernung, sowie räumlicher und sprachlicher Barrieren nicht erreichbar. Die Stadtteilinitiative Borssum (SIBO) hat die isolierte Lebenssituation, den hohen Unterstützungsbedarf vor allem der Kinder und die Stigmatisierung der Siedlung zum Anlass genommen, im Innenbereich der Blocks ein Begegnungsfest zu organisieren und versucht Bewohner zu motivieren, an Gemeinschaftsaktivitäten teilzunehmen. Darüber hinaus setzt sie sich für eine professionelle Unterstützung ein. In der Startphase des Projektes sind die vielschichtigen Problemstrukturen der Bewohner und das hohe Konfliktpotenzial zwischen den verschiedenen Gruppen (deutschen-nicht deutschen, Migranten aus EU-Ländern –Flüchtlinge) deutlich geworden.


Aufgrund des stetigen Wandels in der Flüchtlingspolitik veränderte sich im Laufe des Jahres 2017 die Anzahl der Flüchtlinge und deren aufenthaltsrechtlicher Status in der Siedlung.  Durch Familiennachzug nimmt die Zahl der alleinstehenden Männer stetig ab, die von Familien entsprechend zu. Zudem ist für 2018 mit einem größeren Zuzug kroatischer Leiharbeiter zu rechnen.

Projektanschrift: 
Stadt Emden, Fachdienst 550.2 Wohnen
Ausgangslage / Problem: 

Die Weststadt bietet im Gegensatz zum restlichen Stadtgebiet Göttingens ein vergleichsweise kostengünstiges Wohnungsangebot, weshalb es in der Vergangenheit zu einer erhöhten Konzentration von zugewanderten Familien (Aussiedlerfamilien, kinderreiche Roma-Familien aus dem ehemaligen Jugoslawien und zugewiesene Flüchtlinge) einerseits und Zuzug von BezieherInnen von Grundsicherung und Hilfen zum Lebensunterhalt andererseits geführt hat. Einzelne Quartiere aus der Bauzeit der 1950er und 1960er Jahre weisen eine vergleichsweise „ältere“ Bevölkerung auf. Seit dem starken Anstieg der Flüchtlingszahlen im Herbst 2015 und der Zuweisung durch das Land hat die Stadt Göttingen bislang ca. 2000 Geflüchtete aufgenommen, von denen ca. 1360 in Unterkünften der Stadt Göttingen untergebracht sind (Quelle: Homepage Stadt Göttingen, www.goettingen.de). Nach Fertigstellung und Inbetriebnahme von vier neuen Unterkünften im Jahr 2016, von denen sich drei im Projektgebiet oder unmittelbar angrenzend daran befinden, ist der Anteil von Geflüchteten in der Weststadt im Vergleich zum restlichen Stadtgebiet erheblich gestiegen. Jedoch muss entgegen der Annahme im Erstantrag, davon ausgegangen werden, dass eine große Mehrheit der Geflüchteten vorerst in den städtischen Unterkünften verbleiben werden. Einige große Wohnungsgesellschaften zeigen aktuell (Herbst 2016) wenig Bereitschaft an Geflüchtete oder andere Leistungsbezieher zu vermieten. In Verbindung mit den seit Jahren im Stadtteil lebenden BewohnerInnen treffen hier nicht selten unterschiedliche Lebenswelten, Wertevorstellungen, Sprach- bzw. Kommunikationsbarrieren und geringe Akzeptanz aufeinander, wodurch der Aufbau und das Wachsen nachbarschaftlicher Strukturen erschwert werden. Zudem droht, dass Alt-Bewohner-innen, die den Stadtteil bislang eher stabilisiert haben, wegen Imageverschlechterung des Stadtteils unter den bestehenden Verhältnissen fortziehen. „Daher ist in der Weststadt künftig mit einem verstärkten Bewohnerwechsel zu rechnen – nur eine marktgerechte Anpassung der Wohnungsbestände kann eine langfristige Bindung der neuen Bewohnerinnen und Bewohner sicherstellen“ (Quelle: Stadt Göttingen, Voruntersuchung „Soziale Stadt“ Westlich Maschmühlenweg).


Die Neuzuweisungen von Geflüchteten in das Göttinger Stadtgebiet sind 2017 hinter den Erwartungen zurückgeblieben, so dass die Stadt Göttingen beschlossen hat stadtweit zwei Sammelunterkünfte im kommenden Jahr zu schließen. Im Projektgebiet bleiben alle drei ab 2016 neu eingerichteten Unterkünfte bestehen, da sie für einen längeren Zeitraum angelegt wurden. Hinzu kommen die seit mehreren Jahren in der Weststadt genutzten Unterkünfte im Neuen Weg, Rosenwinkel, Hartjenanger, Königsstieg/Greitweg und ehemalige Kita Elisabeth-Heimpel-Haus. Somit ist der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in der Weststadt mit 36% im Vergleich zu anderen Göttinger Stadtteilen (stadtweit 23%) mit am höchsten. Für den Aufbau von dauerhaften nachbarschaftlichen Strukturen ist die häufig unbekannte Verweildauer der Geflüchteten in den Unterkünften (und somit im Quartier) für alle Beteiligten eine Erschwernis. Gründe hierfür sind u.a.: unsicherer Aufenthaltstatus, schwerer Zugang zum freien Wohnungsmarkt, Wohnungsknappheit, Familienzusammenführungen, Wegzug für Arbeits- oder Ausbildungsplatz, etc.

Projektanschrift: 
Jugendhilfe Göttingen
Untertitel / Slogan: 
Multikulturelles Patenschaftsprojekt für sozial benachteiligte Personen
Ausgangslage / Problem: 

Die Gemeinschaft Hasport e.V. ist ein 0rtsteil von Delmenhorst. In der Helgolandstraße, Seestrasse sind 450 Wohneinheiten in Wohnblocks a 6 Wohneinheiten und einem Wohnhaus mit ca. 70 Wohnungen. Insgesamt wohnen 1.450 Menschen aus 12 Kulturkreisen auf dem Gelände und es werden 10 verschiedene Sprachen gesprochen. Die meisten Menschen beziehen SGB II Leistungen oder sind anerkannte Asylanten. Die Gefahr in dem Gebiet, in dem die Gemeinschaft Hasport seit 16 Jahren ehrenamtlich tätig ist, ist das ständige, unterschwellig vorhandene Konfliktpotential zwischen den unterschiedlichen ethnischen Gruppen. Dieses Konfliktpotential wird durch die Aktivitäten der Gemeinschaft deutlich gemindert und muss dringend durch eine kontinuierliche Arbeit einer hauptamtlichen Kraft als Zentrum und Ansprechpartner ausgeweitet werden. Das soll durch systematische Hausbesuche, Entwicklung von Informationsbroschüren, feste Informations- und Beratungsabende, vor allem dem Aufbau einer koordinativen Vernetzungsstruktur (auch PC unterstützt) gewährleistet werden. Diese Arbeit wurde bislang, und das seit 16 Jahren, in ausschließlich ehrenamtlicher Tätigkeit geleistet. Die bislang angebotenen Aktivitäten für den Bereich der Helgolandstraße reichen von Hausaufgabenbetreuung für Kinder, über Sprachkurse für Erwachsene, Kleiderkammer, Fahrradwerkstatt, Ferienkurse, Mittagsverpflegung für Kinder, bis hin zu Begleitung bei Behördengängen und Schlichtung von Nachbarschaftstreitigkeiten, um nur einige Aktivitäten zu nennen. Durch die vielen unterschiedlichen Kulturen ist es für uns eine große Herausforderung die Menschen für unsere Aktivitäten zu begeistern.


Es geht vermehrt darum, die Konfliktlage von Migranten zu Deutschen Bewohnern nicht eskalieren zu lassen. Dies zeigen auch die Prozentzahlen im Zugewinn der AFD bei der letzten Wahl. Es ist uns wichtig, gerade den Kindern der Migranten eine gute Ausgangslage für die Integration zu bieten. Das heißt nicht, daß wir die Verständigung zwischen Deutschen und Migranten/Flüchtlinge vernachlässigen, aber ist wird vermehrt das Augenmerk auf die Konfliktlage zu legen sein, die eben jetzt immer mehr entsteht. Dieses bedarf ein höheres professionelles Verhalten, so daß wir uns uns diesbezüglich eine Weiterbildung als Unterstützung geholt haben, um die Konfliktlage schneller und zeitnah zu lösen.

 

Projektanschrift: 
Gemeinschaft Hasport e.V.
Untertitel / Slogan: 
Förderung des Ankommens aller Menschen im Stadtteil in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen
Ausgangslage / Problem: 

Der Stadtteil Martin-Luther-Viertel ist herausgefordert durch 1200  Flüchtlingen, die vor kurzem in den Stadtteil gezogen sind. Es werden weitere Flüchtlinge im Rahmen der Familienzusammenführung erwartet. Zusätzlich leben in dem Stadtteil Migranten aus der Türkei , die dort bereits in der 1. und 2. Generation leben und sich wenig mit anderen sozialen Angeboten in Salzgitter vernetzen. In dem Stadtteil leben überdurchschnittlich viele alleinerziehende Mütter und alleinstehende Senioren. Unverändert sind die Herausforderungen und das Spannungsfeld für die Bevölkerung, die dort zum Teil schon lange leben und erst neu hingezogen sind, sehr hoch. Der Integrationsprozess benötigt einen längeren Zeitraum, dies wird durch wissenschaftliche Studien und eigene Erfahrungen im Stadtteiltreff bestätigt.

Projektanschrift: 
Begegnungsstätte Berliner Str. Salzgitter-Lebenstedt
Untertitel / Slogan: 
Soziokulturelle Teilhabe von Menschen mit Psychiatrieerfahrung im Stadtteil Leineberg (Göttingen)
Ausgangslage / Problem: 

Im Göttinger Stadttteil Leineberg befindet sich die Psychiatrie (Asklepios Fachklinikum). Die Geschichte des Stadtteils ist eng mit der Psychiatrie verbunden. Der Einzugsbereich der Psychiatrie ist sehr groß und reicht bis in den Harz. Verlässliche Zahlen über den Anteil psychiatrieerfahrener BewohnerInnen im Stadtteil gibt es nicht. Zahlenmäßige Aussagen darüber, ob viele ehemalig stationäre PatientInnen nach der stationären Behandlung auf den Leineberg ziehen, um in der Psychiatrie weiterhin ambulant betreut zu werden, sind nicht zu machen. Klar ist jedoch, dass der Leineberg ein Ort ist, an dem sich Menschen mit Psychiatrieerfahrung überdurchschnittlich viel aufhalten – sei es im Zusammenhang mit der stationären Behandlung in der Klinik oder weil sie regelmäßige Termine zur ambulanten Betreuung haben. Gleichzeitig herrschen viele Vorurteile über Menschen mit Psychiatrieerfahrung, Konflikte und Berührungsängste zwischen dieser Gruppe und den altansässigen Leineberger Bewohnern sind zu beobachten. Mit dem Projekt "Soziokulturelle Teilhabe von Menschen mit Psychiatrieerfahrung" sollen Menschen mit Psychiatrieerfahrung besonders in den Fokus gesetzt werden und am Leben des Leinebergs beteiligt und aktiviert werden. Durch den zunehmenden sozio-demographischen Wandel wurde im Laufe des Projekts insbesondere die ältere Bevölkerungsgruppe in den Fokus gerückt, um zum Beispiel drohenden Vereinsamungstendenzen älterer Menschen zu begegnen. Der Stadtteil weist im Vergleich zur Gesamtstadt einen sehr hohen Altersdurchschnitt auf. Mit Hilfe des Projektes soll erprobt werden, ob und unter welchen Bedingungen mittelfristig eine stabile Nachbarschaftsförderstruktur etabliert werden kann.


Im Projektjahr 2017 wurde deutlich, dass ein Generationenwechsel im Stadtteil beginnt: Die älteren BewohnerInnen verlassen den Stadtteil, um ins Altersheim / Betreute Wohnen zu ziehen oder sterben, viele junge Familien ziehen nach. Dieser Generatioenwechsel kann eine Herausforderung sein, da gerade die jungen Menschen häufig noch sehr eingebunden in Familie und Beruf sind und zudem ihre Nachbarn noch nicht kennen. Zugleich verbirgt sich dahinter auch eine große Chance, um nachbarschaftliche Unterstützung zu aktivieren. Daher liegt in den letzten Projektmonaten neben der Fortführung der begonnenen Aktivitäten ein besonderer Fokus auf der Integration jüngerer Menschen in das Angebot im Stadtteil, um diese für nachbarschaftliches Engagement zu aktivieren und eine Sensibilisierung für Menschen mit Psychiatrieerfahrung zu erreichen.

Projektanschrift: 
Nachbarschaftsverein Leineberg
Untertitel / Slogan: 
Nähkurs für Frauen mit Anleitung und Kinderbetreuung
Projektanschrift: 
Quartiersmanagement Stöcken
Untertitel / Slogan: 
Tanzkurs für Frauen aus Stöcken
Projektanschrift: 
Quartiersmanagement Stöcken
Untertitel / Slogan: 
eine multimediale Präsentation der Weststadt Göttingens in verschiedenen Themenräumen
Ausgangslage / Problem: 

In der Göttinger Weststadt wurden in 2015/16 drei neue Unterkünfte für Geflüchtete aus Krisengebieten gebaut. Seit dem Sommer 2016 sind mehrere hundert Menschen an den Standorten Europaallee, Hagenweg und Schützenanger untergebracht. Zusätzlich zu den 350 Bezieher/innen von Asylbewerberleistungen, die bereits 2014 im Stadtteil lebten. Die Weststadt ist aber auch sonst ein belasteter Stadtteil: Hier haben 30% der Bewohner/innen einen Migrationshintergrund, die Arbeitslosigkeit ist hoch, der Wohnraum zum Teil marode und deshalb günstig.
Das Projekt möchte eine Auseinandersetzung anstoßen und sensibilisieren. Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die ihren Alltag in der Göttinger Weststadt verbringen, wird ein Projekt angeboten, das ihren Blickwinkel auf den Stadtteil und seine Veränderungen künstlerisch sichtbar macht. Ausgangspunkt soll die Frage „Was ist zuhause?“ sein.
Mit den Jugendlichen soll ein Wir-Gefühl entwickelt werden, das durch die Arbeit an einem gemeinsamen Produkt wächst, denn die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass der persönliche Kontakt und das zwangsläufige Entdecken von Gemeinsamkeiten zu den nachhaltigsten und sinnvollsten Faktoren bei der Konfliktprävention gehören.
Die Möglichkeit sich selbst zu inszenieren in Szenen oder Bildern fördert das Selbstbewusstsein und erfordert Mut sich zu zeigen. Sprachbarrieren können durch Bilderwelten überbrückt werden und die Sprachkompetenz wird wachsen.
Die Begegnung mit vorherrschenden Vorurteilen und möglicherweise rassistischen Haltungen fordert die Teilnehmer/innen heraus, selbst Stellung zu beziehen. Es erfordert Mut und Zivilcourage, anderer Meinung zu sein.

Projektanschrift: 
Kulturzentrum musa e.V.