Werkstatt im Quartier

Werkstatt im Quartier
Hilfe zur Selbsthilfe in einem sozialen Brennpunkt
Projektbeschreibung

Der Aufbau einer "Werkstatt im Quartier" ist ein niedrigschwelliges Mitmach-Angebot, das eine breit aufgestellte Palette an kleineren Handwerksarbeiten ermöglicht, z.B. kleinere Fahrradreparaturen, Holz- und Bastelarbeiten sowie die Endmontage von in den Werkstätten der BNVHS vorgefertigten Teilen. Ein strukturierter Wochenplan zeigt an, welche Arbeiten an welchen Tagen möglich sind, z.B. Montag „Holztag“, Dienstag „Fahrradreparatur“, ....... Das Projekt richtet sich an Bürgerinnen und Bürger jeglichen Alters vorrangig im Stadtteil, aber darüber hinaus auch im gesamten Stadtgebiet. Die Örtlichkeit wird neben Einzelpersonen auch verschiedenen Gruppen und Vereinen wie z.B. der Flüchtlingssozialarbeit, BNVHS, Schul-AGs u.a. zugänglich gemacht, um eigene und gemeinsame Angebote umsetzen zu können. Ganztägige Veranstaltungen/Workshops und Einweisungen in verschiedene Arbeitsbereiche werden angeboten. Die Werkstatt bietet den Besuchern/Nutzern einen Treffpunkt, wo sie sich verabreden, gemeinsame Ideen umsetzen und diese Zeit strukturiert und sinnvoll verleben können. Probleme und Projekte werden gemeinsam angegangen, so dass eine Form der Hilfe zur Selbsthilfe daraus entsteht - mit dem Ziel der positiven sozialen Entwicklung dieses Wohngebietes und seiner Vernetzung mit anderen Stadtteilen. Ein besonderes Anliegen des Projektes ist es, auch Flüchtlinge in die ehrenamtliche Arbeit einzubinden und so einen Beitrag für ihre Integration zu leisten. Im Projektzeitraum wird eine Struktur geschaffen, bei der auch Stärken und Schwächen der TN erarbeitet werden, um eine personenbezogene Unterstützung bei der Praktikum- und Jobsuche zugeben. Zur Unterstützung der Arbeiten wird auf professionellen und semiprofessionellen Rat und Engagement zurückgegriffen, z.B. durch Mitarbeiter/innen der Werkstätten des BNVHS oder durch über die Freiwilligenagentur zu gewinnende pensionierte Fachkräfte und Ehrenamtliche. Auch der Einsatz einer Stelle aus dem Bundesfreiwilligendienst ist geplant. Ein besonderes Plus dieses Projektes ist die Trägerschaft durch mehrere Kooperationspartner. Dadurch werden nicht nur die Lasten auf mehrere Einrichtungen verteilt. Die Kooperation fördert auch die Vernetzung innerhalb der Stadt und schafft Synergieeffekte, die für weitere soziale Projekte genutzt werden können. Bei der Eröffnungsveranstaltung wird es für die Besucher bereits eine inhaltliche Einführung geben. Die Stadt Diepholz beteiligt sich ebenfalls an diesem Projekt und übernimmt freundlicher Weise die Miet- und Nebenkosten des Gebäudes.

Der Stadtteil, in dem das Projekt "Werkstatt im Quartier" geplant ist, ist geprägt von einem hohen Anteil an Menschen mit Zuwanderungsgeschichten sowie einkommensschwachen Bewohnern und verschiedenen sozialen Brennpunkten. Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen leben auf engstem Raum zusammen. Begegnungen finden allenfalls für Kinder im Grundschulalter durch die vielfältigen Angebote des Stadtteilladen e.V. in den Räumen des Stadttteilhauses statt (Leseclub, Spielenachmittage, offene Angebote, etc.). Die Einbindung von Müttern (Krabbelgruppen und Deutschkurs) sowie einiger Eltern, überwiegend Frauen (Kochgruppen, Näh- und Strick-Café, etc.) befindet sich im Aufbau. Jugendliche und erwachsene Männer sind kaum zu erreichen. Der Aufbau einer Werkstatt bietet den Besuchern/Nutzern einen Treffpunkt, wo sie sich verabreden, gemeinsame Ideen umsetzen und diese Zeit strukturiert und sinnvoll verleben können. Probleme und Projekte werden gemeinsam angegangen, so dass die Hilfe zur Selbsthilfe gefördert wird. Ein besonderes Anliegen des Projektes ist es, auch Flüchtlinge in die ehrenamtliche Arbeit einzubinden und so einen Beitrag für ihre Integration zu leisten.

Aufbau einer Werkstatt zur Vernetzung von Menschen unterschiedlichen Alters, Kultur und Sprache als Hilfe zur Selbsthilfe

Begegnung und Gemeinschaft fördern durch gemeinschaftliche Produktivität

- Öffentlichkeitsarbeit (Flyer, Plakate, Mund zu Mund Propaganda) - Einweihungsfest - Gemeinsames arbeiten an verschiedenen Projekten wie z.B. Nistkästen, Insektenhotels ...(oder Wünsche der TN)

Integration von Menschen mit Migrationshintergrund

- Gemeinsame Projektarbeit - Einsatz von mehrsprachigen Personal - Erlernen von Fachbegriffen aus dem Handwerk - Möglichkeit zum Deutschunterricht im Stadtteilhaus

Schaffung der Struktur für die Akquise von Stärken und Schwächen zur Unterstützung bei der Jobsuche

- Betreuung durch Fachpersonal der BNVHS - Unterstützung beim Schreiben von Bewerbungen - Enge Zusammenarbeit mit dem Jobcenter - Unterstützung bei der Suche nach Praktikumsplätzen
Stadttyp: 
Kleinstadt (5.000 - 20.000 Einwohner)
Einwohnerzahl des Projektgebietes: 
1946
Das Projektgebiet liegt im Programmgebiet „Soziale Stadt“: 
ja
Abgrenzung des Projektgebietes: 
Projektgebiet Moorstraße: Lilienthalstraße, Lüderstraße, Michaelisweg, Möldersstraße, Moorstraße, Mühlenkamp, Sommerskamp, Udetweg, von-Hünefeld-Straße, Vossen Reitweg, Willenberg
Projektgebiet geprägt durch: 
Hohe Einwohnerdichte, Erhöhter Modernisierungsbedarf bei Wohngebäuden, Wenig attraktives Wohnumfeld, Fehlen von Einrichtungen mit Treffpunkt-Charakter, Fehlende Sicherheit im öffentlichen Raum, Ein schlechtes Gebietsimage, Starke und übermäßig schnelle Veränderung der Bewohnerstruktur, Vermehrten Zuzug von Flüchtlingen
Voruntersuchung Soziale Stadt/Gebietsabgrenzung: 
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