Gemeinsam Musik machen – Ukulele lernen im Stadtteilcafé

Gemeinsam Musik machen – Ukulele lernen im Stadtteilcafé

Zielgruppe

Kontaktdaten

Wir für uns e.V.
Bloherfelder Strasse 173
26129 Oldenburg
Telefonnummer: 
04415947169

Projektbeschreibung

Das Projekt „Gemeinsam Musik machen – Ukulele lernen im Stadtteilcafé“ richtet sich an Bewohnerinnen und Bewohner eines benachteiligten Stadtteils und verfolgt das Ziel, niedrigschwellig kulturelle Teilhabe, soziale Begegnung und Selbstwirksamkeit zu fördern.
Bis zu zehn Teilnehmende erhalten die Möglichkeit, im Rahmen eines offenen Stadtteilcafé-Angebots das Musikinstrument Ukulele zu erlernen. Das Angebot findet zweimal monatlich für jeweils zwei Stunden statt und läuft bis zum Ende des Jahres. Die Treffen sind bewusst niedrigschwellig gestaltet: Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, die Teilnahme ist freiwillig und kostenfrei, und ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Geleitet wird das Projekt von einem qualifizierten Ukulele-Lehrer, der die Teilnehmenden praxisnah und gruppenorientiert an das Instrument heranführt. Neben musikalischen Grundlagen steht insbesondere das gemeinsame Musizieren im Vordergrund, wodurch Gemeinschaftserlebnisse geschaffen und soziale Kontakte gestärkt werden. Das Projekt ist bewusst niedrigschwellig konzipiert. Die Teilnahme ist kostenfrei, ohne Anmeldung und ohne Vorkenntnisse möglich. Durch die Einbettung in das bestehende Stadtteilcafé wird ein vertrauter und leicht zugänglicher Ort genutzt, der insbesondere von Menschen erreicht wird, die von klassischen Bildungs- oder Kulturangeboten häufig ausgeschlossen sind. Das Projekt ist im Stadtteil verankert und stärkt bestehende soziale Strukturen. Durch die Anbindung an das Stadtteilcafé werden Begegnung und Austausch gefördert. Gemeinsames Musizieren wirkt verbindend und kann zur Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenhalts beitragen. Perspektivisch sind kleine Auftritte im Quartier denkbar, die das Projekt sichtbar machen und weitere Bewohnerinnen und Bewohner einbeziehen.

 

 

 

In vielen benachteiligten Stadtteilen sind die Möglichkeiten zur kulturellen Teilhabe und zur aktiven Freizeitgestaltung eingeschränkt. Finanzielle Hürden, fehlende Zugänge zu Bildungsangeboten sowie soziale Isolation führen dazu, dass insbesondere niedrigschwellige, gemeinschaftsorientierte Angebote im Alltag vieler Bewohner*innen kaum vorhanden sind oder nicht genutzt werden. Gleichzeitig besteht ein hoher Bedarf an Begegnungsräumen, die den Austausch fördern, soziale Kontakte ermöglichen und das Gemeinschaftsgefühl im Quartier stärken. Das Stadtteilcafé stellt bereits einen solchen zentralen Treffpunkt dar, wird jedoch bislang vor allem für informelle Begegnungen genutzt. Es fehlt an strukturierten, aktivierenden Angeboten, die über den reinen Aufenthalt hinausgehen und Menschen dazu ermutigen, eigene Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln. Gerade kreative und musikalische Aktivitäten bieten hier ein großes Potenzial, da sie unabhängig von Sprache, Herkunft oder Bildungsstand zugänglich sind und gemeinschaftsstiftend wirken.

Vor diesem Hintergrund setzt das Projekt an, indem es ein niedrigschwelliges Musikangebot schafft, das gezielt soziale Teilhabe fördert und neue Zugänge zu kultureller Bildung eröffnet. Durch die Verbindung von Lernen, kreativem Ausdruck und gemeinschaftlichem Erleben wird ein Rahmen geschaffen, in dem Teilnehmende Selbstwirksamkeit erfahren und aktiv in das soziale Leben im Stadtteil eingebunden werden können.

Förderung sozialer und kultureller Teilhabe und Begegnung im Stadtteil

Vermittlung musikalischer Grundkenntnisse und kreativer Ausdrucksmöglichkeiten

Das Projekt ist partizipativ angelegt: Die Teilnehmenden werden aktiv in die Gestaltung der Inhalte einbezogen (z. B. Auswahl von Liedern, Mitgestaltung von Übungseinheiten, Planung kleiner Auftritte im Stadtteilcafé). Perspektivisch sollen sie befähigt werden, Teile des Angebots eigenständig weiterzuführen (z. B. als offene Musikgruppe).

Förderung von Selbstwirksamkeit und gemeinschaftlichem Engagement

Durch den aktivierenden Charakter des Angebots werden die Teilnehmenden dazu motiviert, neue Fähigkeiten zu erlernen, eigene Ressourcen zu entdecken und sich aktiv in eine Gruppe einzubringen. Gemeinsame Erfolgserlebnisse (z. B. das Spielen erster Lieder) tragen zur Stärkung des Selbstbewusstseins bei und fördern nachhaltige Beteiligung.

Aufbau und Stärkung nachbarschaftlicher Netzwerke

Durch die Anbindung an das Stadtteilcafé wird ein vertrauter sozialer Raum genutzt, der Begegnung ermöglicht und bestehende Netzwerke stärkt. Das Projekt wirkt somit direkt in das Gemeinwesen hinein und fördert den sozialen Zusammenhalt im Quartier.
Stadttyp: 
Großstadt (über 100.000 Einwohner)
Einwohnerzahl des Projektgebietes: 
24650
Das Projektgebiet liegt im Programmgebiet „Soziale Stadt“: 
nein
Zeitraum (aufgenommen / beendet): 
01.05.1999 bis 30.04.2009
Quelle / Anmerkungen: 
Mikrouensus der Stadt Oldenburg
Abgrenzung des Projektgebietes: 
Das Projektgebiet umfasst das Kennedyviertel in den Stadtteilen Bloherfelde und teilweise Eversten.
Projektgebiet geprägt durch: 
Deutlich abgegrenztes Gebiet in städtische Randlage, Hohe Einwohnerdichte, Wenig attraktives Wohnumfeld, Schlechte Nahversorgung (Waren, Dienstleistungen, medizinische Versorgung), Anonyme Frei- und Grünflächen mit Defiziten in der Aufenthaltsqualität, Vernachlässigte Spielanlagen, Sportplätze, Kleingartenkolonien, Schlichtwohnungsbau vorhanden, Ein schlechtes Gebietsimage, Fehlende Arbeitsplätze und Beschäftigungsangebote, Fehlende Ausbildungs- und Qualifizierungsangebote
Merkmale des Projektgebietes: 

Anteil Kinder (bis 14 Jahre)

Anmerkung: 
Geschätzter Wert nach Rücksprache mit der leitenden Mitarbeiterin der Stadt Oldenburg

Menschen die Transferleistungen beziehen (gesamt)

Anmerkung: 
Dieser Transfer beruht auf den Erfahrungen im Rahmen unserer Arbeit und ist geschätzt

Menschen mit Zuwanderungsgeschichte

Anmerkung: 
Geschätzter Wert nach Rücksprache mit der leitenden Mitarbeiterin des Sozialamts

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