Eine Schachbank wird Begegnungsort
Handlungsfelder
Kontaktdaten
Projektbeschreibung
StoP-Bersenbrück ist seit über einem Jahr im Bersenbrück im Wohnpark Süd/Südwest tätig. In diesem Jahr haben sechs Pop-Up-Café-Termine auf einem Spielplatz im Projektgebiet und ein Nachbarschaftsfest auf einem anderen Spielplatz stattgefunden. Dabei wurde von den BewohnerInnen der Wunsch nach mehr Sitzbänken im Stadtteil und einem Bodenschachspiel geäußert. Wir möchten gerne die Wünsche kombinieren mit einer Outdoor-Schachbank aus Beton. Das sind zwei Bänke, die mit dem Tisch in der Mitte und untereinander durch die Betonkonstruktion verbunden sind. Auf der Tischfläche befinden sich zwei Schachbretter, die auf den Beton gemalt wurden. Die Bank ist so schwer, dass sie nicht weggetragen werden kann. Das Material ist so dauerhaft, dass es für öffentliche Parks geeignet ist. Die Figuren müssen selber oder von uns mitgebracht werden.
Auch 2026 sollen wieder Pop-Up-Cafés an der neuen Bank veranstaltet werden, bei denen über gute Nachbarschaft und Gewaltprävention in der Nachbarschaft aufgeklärt wird. In Kooperation mit dem örtlichen Schachverein wird eine besondere Einweihungsveranstaltung für die Schachbank gewünscht.
Die Bank muss öffentlich sichtbar stehen, so dass sie zum Schachspielen und Sitzen auffordert. Dafür wären beide Spielplätze geeignet. In diesem Stadtteil leben sehr viele russlanddeutsche AussiedlerInnen, die das Schachspiel oft schon von Kindheit an kennen.
Seit Juni 2024 gibt es das StoP-Projekt in Bersenbrück. Es setzt auf Prävention von Partnergewalt durch Wissensvermittlung, Zivilcourage und Veröffentlichungsbereitschaft im Sozialraum auf.
Der Bersenbrücker Stadtteil Süd/Südwest wurde vor ca. 30 Jahren entwickelt. Dort lebt ein sehr großer Anteil an russlanddeutschen Aussiedlern, es gibt mehrere Wohnblocks mit günstigen Wohnungen, aber auch BewohnerInnen ohne Migrationshintergrund. Es gibt dort keine natürlichen Begegnungsorte, keine Geschäfte, nur zwei Spielplätze. Nachbarschaftliche Beziehungen sind trotz der langen Zeit des Zusammenlebens nicht gut gewachsen. Deshalb ist in diesem Stadtteil Gemeinwesenarbeit sinnvoll. Durch die gelebten Strukturen patriarchaler Kultur in russlanddeutschen Familien lohnt sich der besondere Blick von StoP-Bersenbrück auf dieses Gebiet.

