gerade im sozialen Brennpunkt Gerhart-Hauptmann-Straße
Ausgangslage:
Das Gebiet Gerhart-Hauptmann-Straße in Letter ist ein sozialer Brennpunkt. Es gibt hier keine Infrastruktur, d.h. keine Geschäfte, keine Ärzte, keine Vereine, keine Gastronomie, nichts. Das Gebiet liegt 2 Km vom Ortszentrum entfernt und ist nur durch eine Hauptverkehrsstraße mit diesem verbunden. Es liegt zwischen Hauptverkehrsstraße und der stark befahrenen Ost-West-Bahn-Trasse plus Güterbahnhof.
In dem Gebiet ist ein sehr hoher Anteil an Migranten und sozial benachteiligten Menschen, die sich untereinander "nicht grün" sind.
Das Image des Gebietes ist schlecht, Ausbildungschancen mit der Adresse sinken.
Der Verein ist bereits vor seiner Gründung seit 2003 in dem Gebiet aktiv, kann aber fehlende hauptamtliche Sozialarbeit nicht ersetzen.
Der Verein möchte die Anwohner für gemeinsame Aktivitäten gewinnen und die öffentliche Aufmerksamkeit durch positive Meldungen auf das Gebiet lenken.
Begleitung und Professionalisierung von Bewohner/inneninitiativen
Ausgangslage:
Eine Besonderheit der Hildesheimer Nordstadt besteht darin, dass eine große Zahl an sehr verschiedenen religiösen bzw. Werte-Gemeinschaften hier ihren Sitz hat. Die große Unterschiedlichkeit der Bevölkerung bildet sich darin in besonderer Weise ab. Zugleich leben in der Nordstadt überdurchschnittlich viele Menschen von Transferleistungen, sind demnach nicht in der Lage aus eigenen Kräften für ihren Lebensunterhalt zu sorgen. Weiterhin leben hier zunehmend viele Menschen mit Behinderungen, die im Zusammenhang der sog. Konversionsprozesse der Einrichtungen der Lebenshilfe und der Diakonie Himmelsthür in eine zu fördernde inklusive Gesellschaft zu integrieren sind. Der Anteil an Menschen mit ausländischer Staatsangeörigkeit ist in der Nordstadt höher als in anderen Stadtteilen.
Wichtig isr dabei die Perspektive einer positiven, die Chancen sehenden Betrachtungsweise dieser Vielfalt und Unterschiedlichkeit. Die hohe Zahl der Haushalte Alleinerziehender weist auf eine erhöhte Zahl an Hilfebedürftigen im Bereich der Hilfen zur Erziehung hin. Zugleich gibt es viele Einpersonen-Haushalte, worin ein möglicher Grund für die zunehmende Anonymisierung liegen könnte. Die Familien, die in der Nordstadt wohnen, sind größer als in anderen Stadtteilen. Dazu passt die deutlich höhere Frauenerwerbslosigkeit, die zugleich die Zahl der Familien in prekären Lebenslagen höher erscheinen lässt. In der Nordstadt, insbesondere der südlichen Nordstadt, gibt es die günstigsten Wohnungen des gesamten Stadtgebiets, zugleich ist eine entsprechend höhere Fluktuation zu verzeichnen. Außerdem befindet sich hier die städtische Unterkunft für Flüchtlinge, sowie die meisten der dezentral angemieteten Wohnungen zur Unterbringung von Flüchtlingen, sowie eine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Niedersachsen.
In Letter wurde einige Jahre vorher die Bücherei geschlossen. Die daraufhin 3005 gegründete Vertrauensbücherei des Vereins ist auf kostenlose Raumangebote angewiesen und deshalb mitunter von Pausen durch Schließung betroffen.
Durch den Offenen Bücherschrank sollten die Letteraner ein 24-h- Ausleihangebot und einen Begegnungsort erhalten.
Der Offene Bücherschrank wurde nach über 3 Jahren zähen verhandelns mit Stadt und Politik am 20.7.2013 eröffnet unter großer Bürgerbeteiligung.
Wir stellten den Schrank leer zur Verfügung und baten die Letteraner zur Eröffnung Bücher mitzubringen. Nach der Eröffnung war der Schrank voll.
Bis heute ist der Offene Bücherschrank ein Erfolgsprojekt. Manchmal wechselt der Bestand innerhalb eines Tages. Meistens stehen Leute vor dem Schrank, wenn man vorbei kommt. Am Schrank kommt es auch oft zu Gesprächen.
Be- und Anwohner gestalten Motive für Verteilerkästen für das Albert-Schweitzer-Viertel
Ausgangslage:
Das Wohnumfeld des Albert-Schweitzer-Viertels ist sehr reizarm und zeigt wenig Bezug zur Stadt Winsen. Die Menschen, die hier leben, kommen überwiegend aus anderen Teilen der Welt. Weder die namengeber der Straßen, wie Albert Schweitzer oder Albert Einstein, noch die Geschichte ihres Lebensmittelpunkts ist den Bewohnern bekannt.
Trotz rechtzeitiger Hinweise des Vereins, daß die Bälle beim Spielen häufig über die Lärmschutzwand auf die Bahngleise fallen und die Kinder über die Lärmschutzwand klettern um die Bälle wieder zu holen (Lebensgefahr!), wurde bei der Erneuerung des Bolzplatzes trotzdem kein Netz installiert. Das machte uns wütend.
Die Kinder sprachen und wiederholt auf das fehlende Netz an und wir mußten häufig die lebensgefährliche Kletterei beobachten ohne sie verhindernz u können.
Diesen Umstand nutzen wir, um die Kinder zu aktivieren und zu zeigen, daß man in Deutschland etwas durch Bewohnerinitiative bewegen kann.
Im Stadtteil Letter werden immer mehr Angebote gestrichen und Institutionen geschlossen, die Infrastruktur verschlechtert sich.
Nachdem auch die Stadtteilbücherei geschlossen wurde, wollten wir dem 2005 etwas entgegen setzen.
Die Vertrauensbücherei soll sowohl den Hunger nach Büchern stillen wie auch ein Kommunikations- und Begegnungsort sein.
Mit dem Buch in der Hand erweist es sich als niederschwelliges Angebot.
Das Gebiet Gerhart-Hauptmann-Straße in Letter istein sozialer Brennpunkt
Der Verein ist bereits vor seiner Gründung seit 2003 in dem Gebiet aktiv, kann aber hauptamtliche Sozialarbeit nicht ersetzen.
Ziemlich unglücklich sind 8 Beete mitten in den Fußweg gebaut worden, mit der Folge, daß jeder durch die Beete lief, was die Bepflanzung zerstörte. Die Stadt verbreite aber das Gerücht, daß die Leute die Pflanzen rausgerissen haben und weigert sich, die zerstörte Bepflanzung zu ersetzen, auch nachdem die Beete nun durch Poller geschützt sind.
Uns macht das wütend. Deshalb zeigen wir durch die jährliche Aktion, daß die Menschen es hier doch wert sind und die Pflanzen auch bleiben.
Gleichzeitig beteiligen wir uns am Müllsammeltag und animieren die Kinder, ihr Gebiet sauber zu halten (funktioniert nicht wirklich - steter Tropfen höhlt den Stein).
Die Kinder sind immer total begeistert beim Müllsammeln wie auch beim Pflanzen - und mächtig stolz auf ihr Werk.